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Stottertherapie und Therapie anderer Redeflussstörungen

Privatpraxis für Logopädie – Stimmbildung und Gesangsunterricht

Privatpraxis für Logopädie –
Stimmbildung und Gesangsunterricht

Symbolbild für Stottertherapie

Arten von Redeflussstörungen

Die beiden häufigsten Störungen des Redeflusses sind Stottern und Poltern. Stottern ist eine Störung des Sprechens und seiner Planung im Gehirn. Heute weiß man, dass es hauptsächlich auf genetische Ursachen zurückgeht. Noch ungeklärt ist, ob zusätzlich zur Genetik ungünstige Umgebungsfaktoren dazu beitragen, dass Stottern entsteht. Beim Stottern gibt drei typische Formen von Unflüssigkeiten, die im Sprechen vorkommen: 

  • Wiederholungen von Lauten, Silben und einsilbigen Worten
  • Dehnungen von Lauten
  • stumme oder hörbare Blockierungen vor oder innerhalb eines Wortes
Sofern mindestens drei Prozent der Silben im Sprechen einer Person gestottert sind, liegt auf jeden Fall Stottern vor. Es kommt jedoch auch vor, dass trotz einer geringeren Häufigkeit an Symptomen Stottern vorliegt – z.B. falls die betroffene Person das Stottern vermeidet. Zusätzlich zu den bereits beschriebenen Symptomen entwickeln sich im Verlauf oftmals Begleitsymptome, die eigentlich einen Versuch darstellen, einem Stotter-Ereignis vorzubeugen oder es zu beenden.
Symbolbild Stottersymptomatik

Grundzüge der Stottertherapie

Mittlerweile wurden verschiedene Methoden zur Therapie des Stotterns wissenschaftlich untersucht. Bei Jugendlichen und Erwachsenen sind hier vor allem das Fluency Shaping (Formung und Anpassung der Sprechweise), die Stottermodifikation (Kontrolle der Stottersymptome) und die Kombination dieser beiden Methoden zu nennen. Bei Kindern kommen noch Verfahren hinzu, die flüssiges Sprechen operant verstärken und indirekte Verfahren, die die Umgebung des Kindes verändern und das Kind stärken. Zudem ist in vielen Fällen eine Behandlung von zusätzlichen und begleitenden psychischen Problemen sinnvoll. 

Grundzüge der Poltertherapie

Nicht selten kommt es vor, dass sich polternde Personen ihrer Symptomatik nicht bewusst sind. Zum Teil bemerken sie vor allem die Verständigungsprobleme, die durch die Symptomatik zustande kommen. Zu Beginn der Therapie steht es daher zunächst, das eigene Sprechen genauer zu analysieren und zu lernen, besser wahrzunehmen, worin die genauen Schwierigkeiten bestehen. Ziel der Poltertherapie ist neben der Verbesserung der Verständlichkeit vor allem auch eine Erhöhung der Lebensqualität. Daher wird in der Therapie mit der Zeit oft sehr alltagsorientiert gearbeitet.