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Kostenübernahme logopädischer Therapie

In Deutsch­land dür­fen logopädis­che Behand­lun­gen auss­chließlich auf Verord­nung von Ärzt*innen oder Zahnärzt*innen durchge­führt wer­den. Dies gilt auch für Haus­be­suche.

Die soge­nan­nten Heilmit­telverord­nun­gen (“Rezepte”) kön­nen von Fachärzt*innen für Pho­ni­a­trie bzw. Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörun­gen, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Neu­rolo­gie, Kinder- und Jugendmedi­zin, All­ge­mein­medi­zin oder innere Medi­zin aus­gestellt wer­den. In bes­timmten Fällen dür­fen auch Zahnärzt*innen und Fachzahnärzt*innen  für Kiefer­orthopädie logopädis­che Ther­a­pie verord­nen.

Je nach­dem, wie Sie es im Ver­trag mit Ihrer pri­vat­en Kranken­ver­sicherung genau vere­in­bart haben, wer­den die Kosten ein­er logopädis­chen Ther­a­pie voll­ständig oder teil­weise (bis zu vere­in­barten Höch­st­be­trä­gen) von Ihrer Ver­sicherung über­nom­men. Daher ist es möglich, dass Sie einen Teil der Kosten selb­st tra­gen müssen. Vor Beginn ein­er logopädis­chen Ther­a­pie ist es sin­nvoll, dass Sie sich bei Ihrer Ver­sicherung informieren, in welch­er Höhe die Kosten der Behand­lung über­nom­men wer­den.

Sollte es zu Prob­le­men bei der Abrech­nung mit Ihrer Krankenkasse kom­men, dann sprechen Sie mich bitte an. In vie­len Fällen sind Kürzun­gen, die die pri­vat­en Krankenkassen vornehmen nicht berechtigt. Oft lohnt sich eine genaue Durch­sicht der Ver­trag­sun­ter­la­gen.

Beihilfefähige Höchstbeträge (Bund; Bayern)

Wenn Sie z.B. auf­grund ein­er Ver­beam­tung bei­hil­feberechtigt sind, dann erhal­ten Sie im Nor­mal­fall von Seit­en der Bei­hil­fe einen Teil der Kosten der Behand­lung zurück­er­stat­tet. 

Seit dem 01.01.2019 erstat­tet die Bei­hil­fe (je nach­dem wie viel Prozent Sie von der Bei­hil­fe erhal­ten) für ärztlich und zah­närztlich verord­nete Heil­be­hand­lun­gen fol­gende Höch­st­be­träge:

Stimm-, sprech- und sprachther­a­peutis­che Erst­be­fun­dung zur Erstel­lung eines Behand­lungs­plans, ein­mal je Behand­lungs­fall 108,00
Einzel­be­hand­lung bei Atem-, Stimm-, Sprech-, Sprach-, Hör- und Schluck­störun­gen
a) Richtwert: 30 Minuten 41,80
b) Richtwert: 45 Minuten 59,00
c) Richtwert: 60 Minuten 68,90
d) Richtwert: 90 Minuten 103,40

Dabei sind Aufwen­dun­gen für die Vor- und Nach­bere­itung der Ther­a­pie, die Doku­men­ta­tion des Ther­a­piev­er­laufs, den sprachther­a­peutis­chen Bericht sowie für die Beratung nicht bei­hil­feberechtigt. 

Weit­ere Infor­ma­tio­nen unter:

https://www.bva.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Bundesbedienstete/Gesundheit-Vorsorge/Beihilfe/Merkblaetter/heilbehandlungen.html

https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayBhV-ANL_3